Decred-Mitgründer sieht in CBDCs keine Bedrohung für etablierte Kryptowährungen

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Im Laufe des Jahres 2020 sind immer mehr Länder in das Wettrennen um die Herausgabe einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) eingestiegen. Doch selbst, wenn jede Landeswährung irgendwann digitalisiert ist, haben Kryptowährungen weiterhin eine Daseinsberechtigung, wie Decred-Mitgründer Jake Yocom-Piatt meint.

„Ich gehe davon aus, dass viele Länder in nicht allzu ferner Zukunft eine eigene CBDC haben werden, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen den CBDCs und Kryptowährungen“, wie Yocom-Piatt gegenüber Cointelegraph feststellt. Dahingehend ergänzt er: „Kryptowährungen wie zum Beispiel Bitcoin und Decred sind grundsätzlich fairer gestaltet als Fiatwährungen, also auch wenn einige CBDCs vielleicht gewisse Funktionen von Kryptowährungen übernehmen, werden sie diesen in Sachen Fairness niemals ebenbürtig sein.“

China hat sich im vergangenen Jahr immer mehr zum Vorreiter bei der Entwicklung einer Zentralbank-Digitalwährung gemausert, während die USA sich damit auch weiterhin Zeit lassen will. Obwohl genaue Details zur Ausgestaltung der einzelnen CBDCs noch nicht bekannt sind, kann davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um die digitale Version einer jeweiligen Landeswährung handelt.

Wie Yocom-Piatt erklärt, sind Kryptowährungen trotz bestimmter Gemeinsamkeiten vielfältig in ihrer Ausprägung, und weisen grundlegende Eigenschaften auf, die sie „besser“ als CBDCs machen. So ist Bitcoin (BTC) zum Beispiel vollständig dezentralisiert und kann nicht von einer Regierung kontrolliert werden. Zudem ist der Krypto-Marktführer auch nicht an einen anderen Vermögenswert oder Wertesystem angebunden, wodurch Bitcoin größtenteils unabhängig ist.

„Da Kryptowährungen einen höheren Grad an Fairness aufweisen, festgeschriebene Anstiegsraten haben und von den Nutzern selbst verwahrt werden können, denke ich, dass CBDCs ihnen keine große Konkurrenz machen werden, denn diese sind nur digitale Landeswährungen“, wie Yocom-Piatt dahingehend ausführt.

Stablecoins, also Kryptowährungen, die durch Anbindung an einen externen Vermögenswert ihre namensgebende (Wert-)Stabilität erhalten und in erster Linie als Zahlungsmittel genutzt werden, könnten durch Zentralbank-Digitalwährungen wiederum unter Druck geraten. Allerdings wird auch dies davon abhängen, wie die einzelnen CBDCs letztendlich konzeptioniert sind und angenommen werden.

„Je nachdem, welche Funktionen Zentralbank-Digitalwährungen erfüllen, könnten Stablecoins überflüssig werden“, wie der Decred-Mitgründer deshalb schlussfolgert. Dem fügt er an: „Falls es zu viele Einschränkungen für CBDCs gibt, könnten Stablecoins jedoch zumindest in puncto Flexibilität gewinnen.“

Marktführende Stablecoins wie USDT und USDC sind fester Bestandteil des Krypto-Ökosystems, da sie oftmals als „Zugangsrampe“ und „Zwischenstopp“ für Krypto-Anleger dienen, die ihre Vermögen von Fiatwährungen in Kryptowährungen umwandeln wollen oder zwischen Kryptowährungen wechseln wollen. Durch die zunehmende Beliebtheit von DeFi-Projekten hat dabei besonders der USDC profitiert.


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