Schweizer Non-Profit-Organisation formuliert Standards für Krypto-Verwahrung

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Die Schweizer Capital Markets and Technology Association (CMTA) hat gemeinsame Branchenstandards für die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten herausgegeben.

Wie aus einer entsprechenden Mitteilung vom 30. April hervorgeht, will der „Digital Assets Custody Standard“ den spezifischen Anforderungen, die sich bei der Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten Rechnung tragen und einen gemeinsamen Standard für Branchenteilnehmer schaffen.  

Krypto-Verwahrung braucht neue Wege

Die CMTA ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die 2018 in Genf gegründet wurde, mit dem Ziel, die Annahme von Distributed-Ledger-Technologien (DLT) wie Blockchain und Kryptowährungen in den Finanzmärkten voranzutreiben.

Fedor Poskriakov, Generalsekretär der CMTA und Banking Partner der Anwaltskanzlei Lenz & Staehelin, meint, dass das neue Dokument ein Meilenstein für die Schweizer Finanzbranche auf deren Weg zur Erreichung einheitlicher Standards bei der Verwahrung digitaler Vermögenswerte sein kann:

„Dies wird einen großen Beitrag zur Hervorbringung vollständig digitaler Kapitalmarktstrukturen leisten, darunter Verwahrungs- und Handelsplattformen. Die Vorteile der Digitalisierung der Finanzbranche gestalten sich so, dass dezentralisierte Infrastrukturen unvermeidbar scheinen.“

Die CMTA betont, dass die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten und traditionellen Vermögenswerten grundlegende Unterschiede aufweist. Allen voran ist die Verwahrung von traditionellen Vermögenswerten überwiegend zentralisiert und basiert nicht kryptographischen Mechanismen, während digitale Vermögenswerte im Gegensatz dazu in dezentralisierten Registern erfasst werden und kryptographisch verschlüsselt sind. Dementsprechend ist es bei der Verwahrung von digitalen Vermögenswerten umso wichtiger, dass die entsprechenden Infrastrukturen sicher sind und Schutz gegen Hacking und Diebstahl bieten.

Neben dem Aufzeigen angemessener Standards umreißt die CMTA in ihrem neuen Schreiben auch, welche Vorteile sich auf den Finanzmärkten aus dem Einsatz der Blockchain-Technologie ergibt. Dabei verweist die Non-Profit-Organisation besonders darauf, wie kleine- und mittelständische Unternehmen (KMUs) von einer vereinfachten Form der Kapitalbeschaffung profitieren können.

Aus Sicht der CMTA ermöglicht die Blockchain den KMUs, über dezentralisierte Plattformen Firmenanteile in Form von Wertpapier-Tokens herauszugeben, wodurch sie die üblichen Wege der Kapitalbeschaffung (wie zum Beispiel der Börsengang), die ihnen oftmals ohnehin nicht offenstehen, umgehen und sich direkt an Investoren wenden können

Branche muss sich verständigen

Wie zuvor berichtet, hat die CMTA bereits Standards für die Geldwäschebekämpfung bei digitalen Vermögenswerten formuliert. Genau wie bei den neuen Standards für die Krypto-Verwahrung sind diese ebenfalls nicht rechtlich bindend, sondern sind ein brancheninterner Vorschlag zur gemeinsamen Verständigung.


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