Japans Finanzaufsicht bereitet Kryptobranche auf Umsetzung der Travel Rule vor

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Cointelegraph Japan berichtet, dass die baldige Umsetzung der FATF-Richtlinien zur Geldwäschebekämpfung in Japan inzwischen konkrete Züge annimmt.

Wie die japanische Finanzdienstleistungsaufsicht FSA dementsprechend am Mittwoch bekanntgegeben hat, will sie die sogenannte „Travel Rule“ des Arbeitskreis Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (FATF) bis April 2022 umsetzen. „Jedes Land ist verpflichtet, die Travel Rule umzusetzen“, wie die FSA dahingehend anmerkt.

Die Travel Rule der „Financial Action Task Force“ ist eine Richtlinie, allen voran Krypto-Dienstleister und Krypto-Handelsplattformen dazu anhält, unter bestimmten Bedingungen Transaktionsdaten beim Austausch von Kryptowährungen einzuholen, zu sammeln und an die zuständigen Behörden weiterzureichen. Die Vorgaben sind allerdings umstritten, da sie der noch jungen Branche ähnlich strenge Pflichten zur Informationseinholung (KYC) auferlegt wie dem etablierten Bankenwesen.

Die japanische Finanzaufsicht hat den japanischen Verband der Kryptobörse (JVCEA) im Zuge dessen bereits aufgefordert, die heimische Branche auf die Einführung der Travel Rule vorzubereiten:

„Um den ordnungsgemäßen Betrieb der Kryptobranche sicherzustellen, werden wir die Umsetzung der Vorgaben der Travel Rule auf technischer Ebene und im operativen Geschäft prüfen. Wir bitten die JVCEA deshalb darum, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen und die Verbandsmitglieder zu informieren.“

Wie Cointelegraph berichtet hatte, hat die FATF die Travel Rule bereits 2019 im Rahmen ihrer Richtlinien eingeführt. Die darin enthaltenen Maßnahmen sollen verhindern, dass Kryptowährungen für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung genutzt werden.

Japan ist seit 1990 Mitglied der FATF. Die asiatische Wirtschaftsmacht war neben Südkorea und Singapur eines der Länder, das die Travel Rule am meisten begrüßt hat.

Die jüngste Ankündigung der FSA kommt wenige Wochen nachdem die FATF ein Update für die Travel Rule herausgegeben hat, das seit Februar 2021 für öffentliches Feedback offensteht.

 

 


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